Beim Zuschneiden von Stoffproben kommt es häufig zu ungleichmäßigen Ergebnissen, dem sogenannten Überschnitt. Dies beeinträchtigt nicht nur das Aussehen und die Ästhetik des Produkts, sondern hat auch negative Auswirkungen auf den nachfolgenden Nähprozess. Wie können wir also Maßnahmen ergreifen, um solche Probleme effektiv zu reduzieren?
Zunächst einmal muss man verstehen, dass sich das Phänomen des Überschneidens kaum vollständig vermeiden lässt. Durch die Wahl des geeigneten Schneidwerkzeugs, die Einstellung der Messerkompensation und die Optimierung des Schneidverfahrens lässt sich das Überschneiden jedoch deutlich reduzieren und in einem akzeptablen Bereich halten.
Bei der Wahl des Schneidwerkzeugs sollte man möglichst ein Sägeblatt mit kleinem Winkel verwenden. Je näher der Winkel zwischen Sägeblatt und Schnittposition an der Horizontalen liegt, desto geringer ist die Gefahr des Überschneidens. Denn solche Sägeblätter passen sich beim Schneiden besser der Materialoberfläche an und reduzieren so unnötigen Materialabtrag.
Durch die Einrichtung einer Messer-Up- und Messer-Down-Kompensation lässt sich ein Teil des Überschnitts vermeiden. Diese Methode ist besonders effektiv beim Kreisschneiden. Ein erfahrener Bediener kann den Schnitt auf 0,5 mm genau steuern und so die Schnittgenauigkeit verbessern.
Durch Optimierung des Schneideverfahrens lässt sich das Überschneiden weiter reduzieren. Dieses Verfahren findet vor allem in der Werbe- und Druckindustrie Anwendung. Mithilfe der einzigartigen Positionierungsfunktion der Werbebranche wird ein Rückseitenschnitt durchgeführt, der sicherstellt, dass das Überschneiden auf der Rückseite des Materials erfolgt. Dadurch wird die Vorderseite des Materials optimal präsentiert.
Durch die Anwendung der drei oben genannten Methoden lässt sich die Situation effektiv verbessern. Es ist jedoch zu beachten, dass das Überschneiden manchmal nicht ausschließlich auf die genannten Gründe zurückzuführen ist, sondern beispielsweise durch den exzentrischen Abstand in X-Richtung verursacht werden kann. Daher ist eine Beurteilung und Anpassung an die jeweilige Situation erforderlich, um die Genauigkeit des Schneidprozesses zu gewährleisten.
Veröffentlichungsdatum: 03.07.2024





